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Sparerschutz: Die Sicherungseinrichtung der Bankgenossenschaften

Die Gründung der heutigen kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung wird vom Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken als eine Folge der Weltwirtschafts- und Bankenkrise in den 1930er Jahren bezeichnet. Doch das greift angesichts der Vorgeschichte zu kurz. Erste Pläne für eine solche Einrichtung gab es schon vor dem Ersten Weltkrieg.

Im Wortlaut: Der Deutsche Genossenschaftsverband zum Ausschluss jüdischer Mitglieder 1938

Drei Tage nach der Reichskristallnacht vom 9. November 1938 erließ Hermann Göring als Hitlers Beauftragter für den Vierjahresplan die „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“. Darin wurde ihnen mit § 3 auch die Mitgliedschaft in Genossenschaften verboten. Der vom Nationalsozialisten Adrian von Renteln geführte Deutsche Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch) begrüßte die Ausgrenzung der Juden in seiner Verbandszeitschrift: …

Entwicklung der Genossenschaftsverbände (II)

Je mehr sich die Genossenschaften etablierten, um so stärker traten auch unterschiedliche Tendenzen über die weitere Ausgestaltung des Genossenschaftswesens auf. Differenzen über die Haftpflichtform, die Akzeptanz staatlicher Subventionen oder auch die Gründung spezieller Spartengenossenschaft spalteten die Bewegung – und damit zeitweise auch die großen nationalen Verbände von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen.