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13. Tagung zur Genossenschaftsgeschichte

Am 9. und 10. November 2018 findet in Hamburg die 13. Tagung zur Genossenschaftsgeschichte statt. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr bilden die Jahre 1918 und 1919, verbunden mit der Fragestellung, welche Auswirkungen der Erste Weltkrieg und die folgenden gesellschaftlichen Umwälzungen in vielen Ländern Europas auf die Entwicklung der Genossenschaften hatten.

13. Tagung zur Genossenschaftsgeschichte (Ank.)

Kurz notiert: Am 9. und 10. November 2018 findet in Hamburg die 13. Tagung zur Genossenschaftsgeschichte statt. Im Fokus stehen diesmal die Jahre 1918 und 1919, verbunden mit der Fragestellung, welche Auswirkungen der Erste Weltkrieg und die folgenden gesellschaftlichen Umwälzungen in vielen Ländern Europas auf die Entwicklung der Genossenschaften hatten.

„Krieg!“ (Bericht zum Beginn des Ersten Weltkrieges)

In diesen Tagen ist es nun 100 Jahre her, dass in Europa der Erste Weltkrieg begann. Ab 1. August 1914 befand sich auch das Deutsche Reich im Kriegszustand und Kaiser Wilhelm II. rief sein Volk zu den Waffen. Einen Einblick in die damalige deutsche Gemütslage geben die „Blätter für Genossenschaftswesen“. Den Kriegsbeginn kommentierte hier der Anwalt des Allgemeinen Verbandes deutscher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, Dr. Hans Crüger, beispielsweise wie folgt…

Genossenschaften zwischen Krieg und Großer Inflation (1918-1925)

Kaum war der Erste Weltkrieg überstanden, standen die Genossenschaften vor ihrer nächsten Bewährungsprobe: Um die Kriegsschulden zu bezahlen, warf das Deutsche Reich die Notenpresse an – und nährte damit kräftig die bereits seit einigen Jahren schwelende Inflation. Bis Mitte 1923 wurde daraus eine Hyperinflation, die auch so manche Genossenschaft aus der Bahn warf.

Deutsche Genossenschaften in Südwestafrika

Die Ausbreitung des deutschen Genossenschaftswesens blieb nicht auf die europäischen Grenzen des Deutschen Kaiserreichs begrenzt. Mit den Auswanderern fassten die Ideen von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen auch in den deutschen Kolonien Fuß. So existierten beispielsweise allein in Deutsch-Südwestafrika im Jahr 1915 mindestens sechs landwirtschaftliche Genossenschaften, die in einem eigenen Regionalverband organisiert waren.

Genossenschaften im 1. Weltkrieg

Am 28. Juni 1914 wurden in Sarajevo der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau von serbischen Nationalisten ermordet – und damit die Zündschnur an das „Pulverfass Europa“ gelegt. Das deutsch-französische Wettrüsten, die Flottenrivalität mit Großbritannien, die offensive Balkanpolitik Russlands, das übersteigerte Vertrauen in die eigene militärische Überlegenheit sowie die enge Verknüpfung des Deutschen Reiches mit Österreich – unterstützt durch den Hunger nach globaler Geltung und nationalem Stolz – gipfelten in der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, dem Ersten Weltkrieg.