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Beiträge zum Thema (Tag) ‘ Drittes Reich ’

Unterm Hakenkreuz

Genossenschaften im Nationalsozialismus

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

Die Nationalsozialsten standen den Genossenschaften anfänglich sehr kritisch gegenüber. Bereits kurz nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde die genossenschaftliche Organisationsform in einem Artikel im “Völkischen Beobachter” als historisch überlebt bezeichnet…

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Berliner Gedächtniskirche in Trümmern

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder

Zweiter Weltkrieg: Blick auf die zerstörte Gedächtniskirche in Berlin nach 1945

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“Volksbanken in Großdeutschland”

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder

Werbeklischee der gewerblichen Genossenschaftsbanken von 1938

"Führerprinzip" statt Selbstverwaltung

Genossenschaften in der NS-Zeit: Gleichschaltung

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten brach 1933 auch für die Genossenschaften eine schwere Zeit an. Ihr Prinzip der genossenschaftlichen Selbstverwaltung kollidierte mit dem vom Nationalsozialismus geprägten “Führerprinzip”, nach dem Führer immer von oben einzusetzen waren.

"Hochburgen des Marxismus"

Genossenschaften in der NS-Zeit: Auflösung der Konsumvereine

22. März 2013 | von | Kategorie: Konsumgenossenschaften

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten brach 1933 auch für die deutschen Genossenschaften eine schwere Zeit an. Ideologisch passten sie nur schwer in das nationalsozialistische Ordnungskonzept – insbesondere das von ihnen hoch gehaltene Prinzip der Selbstverwaltung kollidierte mit dem neuen “Führerprinzip”. Insgesamt gesehen war die wirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften jedoch zu groß, als dass man sie einfach hätte auflösen können. Von diesem Schicksal getroffen wurden lediglich die Konsumgenossenschaften.

Diskriminierung und Ausschluss

Genossenschaften in der NS-Zeit: Judenverfolgung

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur machte die Judenverfolgung auch vor den Genossenschaften nicht Halt. Mit welcher Bereitschaft und in welchem Umfang sich die einzelnen Genossenschaften bei der Diskriminierung und Verfolgung ihrer jüdischen Mitglieder, Angestellten und Kunden beteiligt haben, lässt sich allerdings pauschal kaum sagen.

Quelle

Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben (1938)

22. März 2013 | von | Kategorie: Hintergründe

Drei Tage nach der Reichskristallnacht vom 9. November 1938 erließ Hermann Göring als Hitlers Beauftragter für den Vierjahresplan die “Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben”. Darin wurde ihnen mit § 3 auch die Mitgliedschaft in Genossenschaften verboten.

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Judenverfolgung: “Sind deutsche Juden vaterländisch?”

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder

Zeitungsanzeige: “Sind deutsche Juden vaterländisch?” – Schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten argumentierte der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens gegen die zunehmenden antisemitische Strömungen.

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Judenverfolgung: Boykott jüdischer Geschäfte 1933

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder

Boykott eines jüdischen Geschäftes in Berlin am 1. April 1933

Hintergrund

Die Genossenschaftsidee als Teil der NS-Ideologie?

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein, Hintergründe

Noch im März 1933 wurden von der NS-Propaganda wesentliche Prinzipien der Genossenschaften als “historisch überlebt” bezeichnet. Doch auch wenn die Genossenschaften kaum in das wirtschaftspolitische Ordnungskonzept der Nationalsozialisten passten, war ihre wirtschaftliche Bedeutung insgesamt inzwischen zu groß, als dass man sie einfach hätte auflösen können (mal abgesehen von den Konsumgenossenschaften). Stattdessen wurde das Genossenschaftswesen – nach erfolgter Gleichschaltung – zu einer “urdeutschen” Idee erklärt und Genossenschaftspioniere wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu Vordenkern der nationalsozialistischen Bewegung gemacht.