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Genossenschaftsgeschichte

Genossenschaften in der Bonner Republik

Der Konzentrationsprozess der Volks- und Raiffeisenbanken

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein, Kreditgenossenschaften

Für die Jahrzehnte zwischen Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Einheit lässt sich allgemein festhalten, dass ein verschärfter Wettbewerb und neue technologische Entwicklungen zu einem weitreichenden Konzentrationsprozess innerhalb des Genossenschaftswesens führten. Besonders betroffen hiervon waren die westdeutschen Kreditgenossenschaften. Ihre Zahl sank zwischen 1949 und 1990 von 11.942 auf 3.037 – das entspricht einem Minus von knapp drei Vierteln!

Unterm Hakenkreuz

Genossenschaften im Nationalsozialismus

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

Die Nationalsozialsten standen den Genossenschaften anfänglich sehr kritisch gegenüber. Bereits kurz nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde die genossenschaftliche Organisationsform in einem Artikel im “Völkischen Beobachter” als historisch überlebt bezeichnet…

"Führerprinzip" statt Selbstverwaltung

Genossenschaften in der NS-Zeit: Gleichschaltung

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten brach 1933 auch für die Genossenschaften eine schwere Zeit an. Ihr Prinzip der genossenschaftlichen Selbstverwaltung kollidierte mit dem vom Nationalsozialismus geprägten “Führerprinzip”, nach dem Führer immer von oben einzusetzen waren.

"Hochburgen des Marxismus"

Genossenschaften in der NS-Zeit: Auflösung der Konsumvereine

22. März 2013 | von | Kategorie: Konsumgenossenschaften

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten brach 1933 auch für die deutschen Genossenschaften eine schwere Zeit an. Ideologisch passten sie nur schwer in das nationalsozialistische Ordnungskonzept – insbesondere das von ihnen hoch gehaltene Prinzip der Selbstverwaltung kollidierte mit dem neuen “Führerprinzip”. Insgesamt gesehen war die wirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften jedoch zu groß, als dass man sie einfach hätte auflösen können. Von diesem Schicksal getroffen wurden lediglich die Konsumgenossenschaften.

Diskriminierung und Ausschluss

Genossenschaften in der NS-Zeit: Judenverfolgung

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein

In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur machte die Judenverfolgung auch vor den Genossenschaften nicht Halt. Mit welcher Bereitschaft und in welchem Umfang sich die einzelnen Genossenschaften bei der Diskriminierung und Verfolgung ihrer jüdischen Mitglieder, Angestellten und Kunden beteiligt haben, lässt sich allerdings pauschal kaum sagen.

Bild

Consum-Verein Dresden-Pieschen

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder, Konsumgenossenschaften

Bild des Consum-Vereins für Pieschen und Umgebung in Dresden-Pieschen (aufgenommen vermutlich um 1930).

Hintergrund

Im Wortlaut: Der Deutsche Genossenschaftsverband zum Ausschluss jüdischer Mitglieder 1938

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein, Hintergründe, Verbände

Drei Tage nach der Reichskristallnacht vom 9. November 1938 erließ Hermann Göring als Hitlers Beauftragter für den Vierjahresplan die “Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben”. Darin wurde ihnen mit § 3 auch die Mitgliedschaft in Genossenschaften verboten. Der vom Nationalsozialisten Adrian von Renteln geführte Deutsche Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch) begrüßte die Ausgrenzung der Juden in seiner Verbandszeitschrift: …

Hintergrund

Die Genossenschaftsidee als Teil der NS-Ideologie?

22. März 2013 | von | Kategorie: allgemein, Hintergründe

Noch im März 1933 wurden von der NS-Propaganda wesentliche Prinzipien der Genossenschaften als “historisch überlebt” bezeichnet. Doch auch wenn die Genossenschaften kaum in das wirtschaftspolitische Ordnungskonzept der Nationalsozialisten passten, war ihre wirtschaftliche Bedeutung insgesamt inzwischen zu groß, als dass man sie einfach hätte auflösen können (mal abgesehen von den Konsumgenossenschaften). Stattdessen wurde das Genossenschaftswesen – nach erfolgter Gleichschaltung – zu einer “urdeutschen” Idee erklärt und Genossenschaftspioniere wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu Vordenkern der nationalsozialistischen Bewegung gemacht.

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Raiffeisenfeier in Neuwied 1938

22. März 2013 | von | Kategorie: Bilder, Ländliche Genossenschaften

Gauleiter und NSDAP-Mitglied Gustav Simon erklärte 1938 anlässlich einer Feierstunde am Raiffeisen-Denkmal in Neuwied, wie eng die Idee des Gründervaters der ländlichen Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, mit der nationalsozialistischen Ideologie verwoben ist.

Entwicklung in der Weimarer Republik

Genossenschaften zwischen Krieg und Großer Inflation (1918-1925)

18. März 2013 | von | Kategorie: allgemein, Hintergründe

Kaum war der Erste Weltkrieg überstanden, standen die Genossenschaften vor ihrer nächsten Bewährungsprobe: Um die Kriegsschulden zu bezahlen, warf das Deutsche Reich die Notenpresse an – und nährte damit kräftig die bereits seit einigen Jahren schwelende Inflation. Bis Mitte 1923 wurde daraus eine Hyperinflation, die auch so manche Genossenschaft aus der Bahn warf.