Kategorie: Verbände

150 Jahre Genossenschaftsverband in Baden-Württemberg

Die Wurzeln des heutigen Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes (BWGV) reichen zurück bis ins Jahr 1864. Damals wurde der „Verband der wirtschaftlichen Genossenschaften in Baden und Württemberg“ aus der Taufe gehoben. Danach kam es zu diversen Aufspaltungen und Neugründungen in den beiden Landesteilen sowie auf gewerblicher und ländlicher Seite. Erst die weitreichenden Fusionsentscheidungen in den Jahren 1970/1971 und 2007/2008 führten schließlich wieder zur Vereinigung der unterschiedlichen eigenständigen Verbände im heutigen BWGV.

Im Wortlaut: Der Deutsche Genossenschaftsverband zum Ausschluss jüdischer Mitglieder 1938

Drei Tage nach der Reichskristallnacht vom 9. November 1938 erließ Hermann Göring als Hitlers Beauftragter für den Vierjahresplan die „Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“. Darin wurde ihnen mit § 3 auch die Mitgliedschaft in Genossenschaften verboten. Der vom Nationalsozialisten Adrian von Renteln geführte Deutsche Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch) begrüßte die Ausgrenzung der Juden in seiner Verbandszeitschrift: …

Entwicklung der Genossenschaftsverbände (II)

Je mehr sich die Genossenschaften etablierten, um so stärker traten auch unterschiedliche Tendenzen über die weitere Ausgestaltung des Genossenschaftswesens auf. Differenzen über die Haftpflichtform, die Akzeptanz staatlicher Subventionen oder auch die Gründung spezieller Spartengenossenschaft spalteten die Bewegung – und damit zeitweise auch die großen nationalen Verbände von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen.